Mit Freude und Spaß ins neue Laufjahr starten, seine Vorsätze umsetzen, tolle Trails laufen, Aussicht genießen und Freunde wieder treffen – all das bot die 2. Ausgabe des „After X-MAS Trail“. Dieses Mal mit Start in meiner neuen Heimatstadt Mössingen, einer Strecke über 16 km und ca 700 hm, ganz ohne Wettkampf. Einfach nur Laufen mit Freunden für einen guten Zweck.
Die Wetterprognosen waren nicht sonderlich berauschend, Regen und Nebel wurden vorausgesagt. An eine Wiederholung des Vorjahres mit reichlich Schnee war also nicht zu denken. Umso erfreulicher war es, dass sich doch mehr motivierte Läufer am Treffpunkt eingefunden hatten, als vorab angemeldet. Und das noch aus allen Teilen des Ländle, vom Schwarzwald über Heilbronn bis zum Allgäu – Laufen verbindet!
Ganz nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, ging es pünktlich um 11 Uhr in Richtung Farrenberg los. Zuerst ein Stück durch Mössingen bis zum Ortsende, wo es anschließend steil bergan über einen Schotterweg, auf einem schönen Singletrail, hoch auf den Farrenberg ging. Oben angekommen wurden die Teilnehmer mit einem schönen Ausblick über Mössingen, Tübingen und die umliegenden Berge des Albtraufes belohnt. Auch unser Nachzügler hatte die 45 Mann / Frau starke Gruppe zügig eingeholt und konnte den Ausblick genießen.
Nach den ersten Strapazen bergauf führte ein schöner Singletrail wieder hinab ins Tal. Anschließend folgte ein flacherer Streckenabschnitt mit etwas breiterem Weg, entlang am Fuße des Farrenbergs, Richtung Bergrutsch.
Am beeindruckenden Bergrutsch angekommen, folgte auch gleich das nächste Highlight. Ein schöner Singletrail, der mit einigen Serpentinen bergauf führt, trieb den Puls in die Höhe. Oben angekommen konnte dann auf einem schmalen Weg, oberhalb des Bergrutsches, die Aussicht auf den zuvor erklommenen Farrenberg, und die umliegenden Gemeinden, genossen werden. Dem Weg weiter folgend gelangt man zum Dreifürstenstein (dieser war bis ins Jahr 1806 die Grenze der drei fürstlichen Territorien Fürstenberg, Hohenzollern und Württemberg). Von dort aus kann man bei klarer Sicht die Höhen des Schwarzwaldes sehen. Dies sollte uns heute leider verwehrt bleiben und wir mussten uns mit der Aussicht auf Hechingen und die Burg Hohenzollern begnügen. Die Laune der Teilnehmer wurde deshalb keineswegs gemindert, ist doch die Burg Hohenzollern eines der bedeutendsten Wahrzeichen Baden-Württembergs und auch unter den Trailrunnern ein beliebtes Fotomotiv 🙂
Nach kurzer Pause führte uns ein technischer Trail wieder bergab. Hier lieferte sich unser laufverrückter Franzose Eric ein kleines Downhill-Duell mit dem Guide. (Über das Ergebnis wird an dieser Stelle geschwiegen :-)) Auch die anderen Teilnehmer hatten sichtlich Spaß an dem rutschigen und anspruchsvollen Downhill über knapp 2 km und 300 hm, bevor ein letzter Anstieg auf die Olgahöhle folgte. Von dort aus ging es über den Panoramaweg direkt zurück nach Mössingen.
Nach ca 2,5 Stunden, 16 km mit 700 hm sind alle Läufer überglücklich in der Zeilerschen Tiefgarage angekommen. Hier konnte man sich mit heißem Punsch und anderen Leckereien stärken und Timos Trailschwein wurde kräftig gefüttert.
Am Ende betragen die Einnahmen stolze 360 €. Dieser Betrag wird, wie schon im Vorjahr, an den Verein „HIP-Helfen in Partnerschaft“ gehen. Die Spende unterstützt dieses Jahr ein Brunnenbauprojekt in Kenia. Mehr Infos hierzu findet ihr auf www.helfen-in-partnerschaft.de . An dieser Stelle möchte ich auf Steps for Life, eine weitere Veranstaltung am 19. Juni 2016 in Würtingen, aufmerksam machen.
Vielen Dank an Carsten Heinz und Andreas Legnaro, von den Hohenzollern-Trailrunnern, die mir als Guides geholfen haben die Gruppe zusammenzuhalten. Auch die Hohenzollern-Trailrunner veranstalten schöne geführte Trailtouren rundum die Burg Hohenzollern. Der nächste „Run to the Hills“ findet am 20. Februar statt. Infos unter www.hohnzollern-trailrunning.de

Die Guides: Andreas Legnaro, Timo Zeiler, Carsten Heinz
Mein Dank geht auch an meine Frau und meine Schwägerin für die super Rundumverpflegung.
Dank eures Daseins und Mitmachens ruft das ganz laut nach einer Wiederholung und ich freue mich jetzt schon auf die 3. Ausgabe des „After X-Mas Trail“.
Euer Timo
Was ist im Dezember so alles geschehen? Es ist gefühlt der wärmste Dezember seit ich weiß. Beim letzten Trainingslauf am 31.12. immer noch mit der kurzen Laufhose unterwegs, wann hat es das schon mal gegeben?
Aber nun zu meinem letzten Wettkampf im Jahr 2015, dem Nikolauslauf in Tübingen am 06.12.2015. Zu laufen ist ein Halbmarathon mit ca 300 hm. Dass auf dieser Strecke auch Zeiten unter 1:10 h gelaufen werden können zeigt der Streckenrekord von Dieter Baumann, der im Jahre 2005 nur 1:07:15 h benötigte, oder auch die Zeit von Arne Gabius, der im Jahr 2014 mit 1:08:44 den Lauf gewinnen konnte. Die Zeiten sollten dieses Jahr trotz bestem Laufwetter aber nicht erreicht werden. Sieger bei den Männer war Jens Ziganke (1:10:52 h), vor Peter Obernauer (1:11:16 h) und Lorenz Baum (1:12:28 h). Ich konnte mit einem spannenden Endspurt den 4. Platz (1:14:29 h) vor Simon Friedrich (1:14:32h) sichern. Bei den Frauen gewann Vorjahressiegerin Anais Sabiré (1:21:29 h), vor Nora Kusterer (1:23:07 h) und Hannah Arndt (1:23:29 h). Es ist immer wieder schön bei diesem Lauf am Start zu stehen, hier trifft man viele „alte“ (Lauf)Freunde, die Strecke ist sehr abwechslungsreich zu laufen und an den Schlüsselstellen der Strecke hat es immer viele Zuschauer, die einen motivieren noch mal sein bestes zu geben.
Was ist sonst noch geschehen?
Eigentlich ist weiter nicht sehr viel passiert. Im Job nehmen die Jahresabschlussarbeiten viel Zeit in Anspruch, so dass das Training weitestgehend aufs Wochenende verlegt wird. Die Trailstrecken sind „leider“ immer noch ohne Schnee und 90% der Trainingseinheiten können mit kurzer Hose und Langarmshirt absolviert werden. Mittlerweile kenne ich die ersten Trailstrecken rundum Mössingen. Und ja, es gibt nicht nur den Farrenberg und Dreifürstenstein Richtung Hechingen. In Richtung Reutlingen-Sonnenbühl geht es ständig auf schönen Trails die Berge wie Roßberg, Bolberg (mit 880 m die höchste Erhebung im Landkreis Reutlingen) und Filsberg (805m) rauf und runter. Also ein ideales Trainingsgebiet für Bergläufer und Trailrunner.
Was steht als nächstes an?
Das erste kleine Highlight im Jahr 2016 ist der AFTER X-MAS Trail am morgigen 2.Januar. Eine von mir geführte Trailtour auf der Schwäbischen Alb, dieses Jahr mit Start in Mössingen. Die Strecke führt mit ca 16 km und 850 hm über den Farrenberg zum Dreifürstenstein und bietet bei schönem Wetter Ausblicke bis nach Stuttgart oder in den Schwarzwald. Auf dieses Event mit ca 30 Lauffreunden freue ich mich schon. Wer noch teilnehmen will darf sich gerne bei mir melden.
Der Wettkampfplan für 2016 nimmt langsam Gestalt an, dazu aber in den nächsten Tagen mehr…
Ich wünsche euch allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Nach 8-wöchiger Internetabstinenz haben wir endlich wieder einen Anschluss zu Hause. Hier nun auch ein kleiner Bericht was in den letzten Wochen wettkampfmäßig passiert ist.
02. bis 04. Oktober: BBT-Challenge- 3 Tage 3 Wettkämpfe
Traditionell lädt der TV Unterharmersbach / die LG Brandenkopf am 3. Oktober zum Brandenkopfberglauf ein, dieses Jahr sollte es gleich das ganze Wochenende sein, denn die Veranstalter haben sich mutig in ein neues Veranstaltungskonzept gestürzt. Los ging es am Freitagabend mit einem Rennen über 3000m im Stadion, am zweiten Tag stand dann der schon traditionelle Bandenkopf-Berglauf an und am dritten Tag gab es einen neuen Trailwettkampf über 21 km mit knapp 700 hm.
Manch Trainer stellt sich da schon die Frage wie passt das zusammen? Bahn, Berglauf, Trail und dann auch noch 3 Tage in Folge in dieser Reihenfolge… geht das? Ja das geht und passt auch zusammen, da viele Athleten am Tag vor einem wichtigen Wettkampf sowieso noch einen kleinen Auftakt machen, in Form von 1000m Intervallen o. ä..
Aber nun zum Wettkampfgeschehen.
Tag 1 / 3000m auf der Bahn: Nach langer Anreise, weil sehr viele das schöne Wochenende nutzen wollten, um noch Ausflüge in die Berge und Mittelgebirge zu machen, bin ich erst 10 min vor meinem Start um 20:30 Uhr im Stadion in Zell angekommen. Kurz umgezogen, zwei Runden einlaufen und dann auch schon am Start gestanden. Vor dem Start wurde mit den Vereinskameraden noch gefrotzelt wie schnell wohl gelaufen wird und wie schnell der erste Kilometer sein wird – ja es sollten 2:58 min werden. Am Ende musste ich aber dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und ich erreichte Rang 4 mit 9:27 min (ohne Training auf diese Distanz). Gewonnen hat Gilles Meyer (Frankreich / 9:09min) vor Bruno Schumi (LG Bandenkopf / 9:14 min) und Johannes Hasselmann (LG Bandenkopf / 9:22 min) Rang 5 und Rang 6 gingen auch an die LG Bandenkopf mit Ulrich Benz (9:33min) und David Mild (9:37 min). Den Abend ließen wir auf dem Oktoberfest bei ein, zwei Bierchen ausklingen.
Tag 2 / Brandenkopfberglauf: Nach den Strapazen vom Vortag – 3000m Lauf und Oktoberfest (die Frage ist was anstrengender war?), stand nun der traditionelle Brandenkopfberglauf mit BaWü-Meisterschaft auf dem Programm. Schon am Start war klar, dass es einige junge wilde aber auch alte Berglaufhasen geben wird, die mir das Leben auf der Strecke schwer machen könnten. Trotzdem ging ich das Rennen sehr offensiv an und übernahm nach 1 km die Führung, mit dieser konnte ich dann auch übers Ziel laufen und gewann das Rennen in 45:10 min, vor Carsten Brod 45:52 min und Ulrich Benz 46:00 min (so war auch die Reihenfolge bei der Wertung zur BaWü Meisterschaft). Den starken 4.Platz erreichte Größer Markus 46:27 min, der seinen ersten Berglauf bestritt und den 5. Platz Bruno Schumi 46:32 min. Durch die drei Platzierungen unter den ersten fünf konnten wir dann auch noch den Mannschaftstitel für uns gewinnen! Nach der Siegerehrung fand der Ausklang des Abends etwas gemütlicher, als am Tag zuvor beim Italiener beim Storchenturm statt, denn am nächsten Tag sollte der Start schon um 10 Uhr sein.
Tag 3 / Trailrun21: Der Weg morgens um 07:00 Uhr zum Frühstück war schon etwas beschwerlich. Leichter Muskelkater war im Anmarsch, waren die 3000m und der Berglauf doch etwas zu viel? Irgendwie bekommt man den Trailhalbmarathon auch noch gelaufen. Nach ein paar Metern / Kilometern einlaufen ging es auch schon wieder ganz gut, und den meisten Mitläufern ging es ja ähnlich. Start um 10 Uhr und die Beine fühlten sich wieder besser an, so konnte ich von Anfang an auf einer ständig bergauf bergab führenden Strecke das Rennen bestimmen und lief einen klaren Start / Ziel Sieg, vor Ulrich Benz und Bruno Schumi, ein. Den vierten Platz belegte Allesandro Collerone vor Johannes Hasselmann. Für die Challenge Wertung bedeutet dies folgende Reihenfolge Platz 1 Timo Zeiler, Platz 2 Bruno Schumi und Platz 3 Ulrich Benz. Alles in allem war dies eine sehr schöne und sehr gut organisierte Veranstaltung über alle 3 Tage hinweg, das schreit förmlich nach einer Wiederholung. Diese wird es aber nächstes Jahr erst einmal nicht geben, da es für einen Verein doch einen immensen organisatorischen Aufwand bedeutet. 2016 findet erstmals nur der Trailrun21 statt. Sind wir mal gespannt, ob es dann 2017 die Veranstaltung in dieser Form nochmals geben wird – ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen. Alle Ergebnisse der Challenge findet ihr auf www.trailrun21.de
Und noch ein Link zu einem Zeitungsbericht: BBT Challenge wurde zu „Timo Zeiler Festspielen“…
24. Oktober: Brandeck-Lindle-Lauf
Seit etlichen Jahren bekomme ich Einladungen von Ulrich Benz, Vereinskamerad und Freund, zu diesem Lauf. Es hat jedoch nie so wirklich in die Planung gepasst, weil zeitgleich immer meine Saisonpause war oder die Vorbereitung für die nächste Saison gerade begonnen hat. Dieses Jahr sollte es anders sein und im Nachhinein stellt sich mir die Frage warum ich den kleinen Berglauf zum Saisonabschluss nicht schon öfters eingebaut habe. Eine Veranstaltung organisiert von Läufern für Läufer, sehr familiär und letztendlich steht der Wettkampf an zweiter Stelle. Es ist einfach eine schöne Gelegenheit den Saisonabschluss oder den Beginn des Wintertrainings einzuläuten und das zusammen mit vielen anderen Läufern. Als Favorit angereist und der Favoritenrolle nur knapp gerecht geworden, so lässt sich der Ausgang des Wettkampfes beschreiben. Zu bewältigen ist hier die Strecke von Ohlsbach zum Höhenparkplatz Brandeck-Lindre, Streckenlänge beträgt 6,2 km inkl. 320 hm. Auf dieser doch recht kurzen Strecke wurde ich von Anfang an immer wieder vom später zweitplatzierten Andreas Cirrelin attackiert und musste die Führung auch zeitweise an ihn abgeben. Bei Kilometer 5 auf eine kurzen Flachpassage und dem folgenden Bergabstück konnte ich dann das Rennen für mich entscheiden, wenn auch lediglich mit 6 Sek. Vorsprung. Dritter wurde mit weiteren 5 Sek. Rückstand Johannes Hasselmann. Im Ziel erwartete uns eine sehr gute Verpflegung, die keine Wünsche offen ließ (von Bio-Cola über Kuchen, uvm.), bevor es dann bei herrlichem Wetter zu Fuß zurück nach Ohlsbach zur Siegerehrung ging. Diese war ebenfalls mit viel Herzblut gestaltet und auch die Party danach ist auf jeden Fall empfehlenswert. Hier der Link zur Ergebnisliste
14. November: Coolrunner Oberkollbach
Coolrunner? Bei dem Namen stellt sich so mancher Läufer die Frage was versteckt sich dahinter? Die Lösung ist ein kleiner familiärer und cooler Berglauf mit 6 km und 330 hm. Start war am Ortsrand von Bad Liebenzell beim Mineralbrunnen und Ziel auf dem Sportgelände in Oberkollbach. Der Lauf führt überwiegen auf breiten Forstwegen, mal mehr und mal weniger steil bergauf. Die Startnummernausgabe ist hier noch sehr rustikal, jeder Teilnehmer wird dafür persönlich mit Handschlag begrüßt. Der Start ist direkt auf einem Forstweg und es geht gleich steil in den Berg. Das Rennen konnte ich mit deutlichem Vorsprung für mich entscheiden. Bei den Frauen war Carolin Tuch am Start (langjährige Weggefährtin im Berglauf-Nationalteam), auch sie konnte die Frauenwertung souverän gewinnen. Bei der Siegerehrung im Sportheim des SV Oberkollbach wurden alle 90 Teilnehmer zur Siegerehrung aufgerufen, dafür gab es keine Altersklassensiegerehrung. Die Veranstaltung ist aufgrund ihrer familiäre Atmosphäre auf jeden Fall weiterzuempfehlen.

Als nächstes steht der Nikolauslauf in Tübingen auf dem Programm, ich freu mich schon viele bekannte Gesichter dort zu treffen
Eigentlich wollte ich mich an diesem Wochenende noch weiter in der alpinen Trailszene bewähren, daraus sollte aber nichts werden… Zuerst plante ich den T41 des Swiss-Iron-Trail zu laufen, doch dies war leider nicht möglich. Als Ersatz habe ich mir dann den Super Trail du Barlatay in L’Etivaz ausgesucht, ein kleiner familiärer Wettkampf, der mit viel Liebe organisiert wird. Hier wurde dann das Rennen über die 46 km Strecke wegen schlechten Wetterbedingungen abgebrochen.
Los ging es am Freitag nach der Arbeit, gleich ab ins Auto und 450 km in die Westschweiz fahren. Um 21:30 Uhr sind dort angekommen und haben gleich meine Startunterlagen abgeholt, denn der Start am nächsten Morgen war um 05:00 Uhr in der Früh. Danach ging es gleich ins Hotel in Chateau d’Oex, das Zimmer beziehen und ab ins Bett.
Am nächsten Morgen holt uns der Wecker um 03:00 Uhr aus dem Bett. Nach einem notdürftigen Frühstück ging es gleich los nach L’Etivaz zur Gepäckkontrolle und zum Streckenbriefing. Pünktlich um 05:00 Uhr ging es im Dunkeln mit Stirnlampe auf die Strecke, zuerst durch das kleine Dorf auf einer Asphaltstraße, danach steil bergauf im Wechsel zwischen Trailpassagen und Schotterwegen. Nach ca 3 km führte die Strecke über einen technisch sehr anspruchsvollen Trail bergab, wo ich die Führung an einen erfahrenen Läufer abgeben musste. Er hatte einfach bergab die bessere Technik und Ausrüstung (taghelle Stirnlampe und Stöcke). Da es die ganze Nacht hindurch geregnet hatte, war auf dem rutschigen Untergrund von Anfang an Vorsicht geboten. Wiederum nach 3 km führte die Strecke steil bergauf, erst auf einer Fahrstraße und dann über eine Wiese auf einem schönen schmalen Trailweg, hier gelang es mir bis auf ca. 200 m auf den Führenden aufzuschließen. Kurz bevor ich ihn einholen konnte, kam er mir mit einem Streckenposten entgegen und verkündete „The race is stopped“.
So hieß es nach ca. 9 km, 750 hm und 50 Rennminuten umdrehen und zurück zum Start.
Hier wurden wir vom Veranstalter sehr nett empfangen. Er erklärte, dass sich bereits einige Läufer des Ultratrails (87km, Start am Vortag um 21 und um 23 Uhr) verlaufen haben und der Nebel am Gipfel lediglich eine Sicht von einem Meter zuließ. Keine Frage, hier geht die Sicherheit vor!!!
Sophie Andrey, eine langjährige Berglaufgefährtin, die ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen habe, zu treffen war super. Abends feierten wir gemeinsam mit ihrer Familie bei einer leckeren Pizza ihren fantastischen Sieg über die 87 km-Strecke mit über vier Stunden Vorsprung.
Jetzt sind erstmal ein paar Wochen Urlaub und neue Laufgebiete entdecken angesagt, bevor es dann in die Endphase der Saison geht. Ich freu mich schon auf die BBT-Challenge in Unterharmersbach bei meinem Heimatverein der LG Brandenkopf.
Timo Zeiler 
